Endlich hat der TuS Düsseldorf Nord unter Mithilfe der Stadt Düsseldorf und der Lieferfirma Gatermann Arzt- und Krankenhausbedarf zwei Defibrillatoren angeschafft. Einer wurde in der Turnhalle und einer in der Rollhockeyhalle angebracht.
Um den Umgang mit diesem Gerät zu erlernen, fanden sich 17 Teilnehmer zu einer Schulung ein. Auch wenn ich zunächst der Meinung war, eine Schulung sei überflüssig, weil das Gerät einem ja alles sagt, was man zu tun hat, muss ich zugeben, dass es sehr sehr hilfreich war.
Ohne diese Schulung geht viel zuviel Zeit verloren, bis das Gerät sinnvoll angesetzt und in Betrieb genommen werden kann. So lernten wir so profane, aber eben doch auf keinen Fall zu vergessende Dinge wie Feststellung, was für ein Notfall vorliegt, Ansprechen der Person (keine Antwort) und Veranlassung des Notrufs.
Erst zu diesem Zeitpunkt kommt der Defibrillator ins Spiel, sofern Herz- und Atemstillstand festgestellt wurde. Denn mit Aktivieren des Gerätes übernimmt es die Ansage, was zu tun ist und führt auch mit akustischen Signalen die Handlungen. In diesem Fall ist es die Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Der Rhythmus (30 : 2) wird vorgegeben.

Das ist vor allem für mich gut gewesen, da ich immer wieder die Zahl 30 : 2 vergesse (jedenfalls ist mir noch keine Eselsbrücke dafür eingefallen). Dann wird man aufgefordert, die Elektroden an den vorgeschriebenen Stellen in der vorgeschriebenen Weise anzusetzen und vom Patienten zurückzuweichen, damit jegliche Berührung vermieden wird (auch zum Selbstschutz, wenn ein elektrischer Schock ausgelöste werden muss). Sollte ein elektrischer Schock notwendig seit, sagt es das Gerät und der Schock muss bei unseren Geräten manuell ausgelöst werden. Und dann geht es weiter mit der Herzmassage und Mund-zu-Mund- Beatmung, bis nach zwei Minuten die nächste Diagnose angekündigt wird.
Soweit die Theorie. Und dann kam die Praxis. Und Sie glauben ja gar nicht, was alles in der Hektik verkehrt gemacht werden kann. Hier ein paar Ansagen: "Mund frei machen...", "Hände bei der Massage anders halten.....", "Nicht so zaghaft, 5 bis 10 cm
drücken....", Nicht so doll, 5 bis 10 cm drücken....", "Bitte direkt neben die Seite knien....", "Kopf überstrecken...", "Kopf wirklich überstrecken...", "Nase muss verschlossen sein, damit die Luft in den Patienten kommt....., " Nase muss wirklich zu sein....", Elektroden so versetzt aufkleben, wie vorgegeben....", Elektroden vollflächig verkleben.....", "Nein wirklich vollflächig und nicht auf die Brustwarze....", "Behaarte Brust rasieren....." (Rasierer ist bei der Ausrüstung dabei), "Nicht mehr anfassen, die Diagnose läuft...", "Wirklich auch nicht aus Versehen berühren....", "Und schon gar nicht berühren, auch nicht versehentlich, wenn der Schock ausgelöst wird, oder wollt Ihr auch einen Schock?"
Auf jeden Fall wurde uns allen die Angst vor der Nutzung genommen. Und dadurch, dass wir nun wissen, was zu tun ist, wird im hoffentlich nie eintretenden Ernstfall entscheidend Zeit gespart, bis die lebenserhaltenden Maßnahmen einsetzen. Die Statistik besagt, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit ohne ernsthafte Schädigungen auf 70 % und mehr steigt, je früher derartige Maßnahmen einsetzen. Bereits nach
drei Minuten ohne Hilfe können unwiderrufliche Schäden aufgetreten sein. Und wenn es nur 10 Minuten oder länger dauert, geht die Überlebenswahrscheinlichkeit gegen Null!
Und wir haben auch gelernt, dass Missbrauch tatsächlich als Körperverletzung gewertet wird und damit dem Strafrecht unterliegt.
Wir werden so eine Schulung wiederholen und hoffen dann auf rege Beteiligung. Denn es lohnt sich!!!
Dirk Achtermann
Gegründet wurde der Verein im Jahre 1904 in der Gasstätte „ Zur Kaiserecke“ unter dem Namen „GUT HEIL“. Es gab keinen Eintrag in das Vereinsregister, so dass die Gründungsmitglieder leider nicht mehr bekannt sind. Die allererste Übungsstätte befand sich in dem damaligen Lokal „Baues“ an der Piwipp. Dann zog man in den Saal der damaligen Gartenwirtschaft Bollmann. Auch turnte man lange Zeit in dem Saal der Gaststätte „Zur Klinke“. Mit dem Bau der Turnhalle der Schule an der Golzheimer Heide erhielt man dann endlich ein festes Domizil mit modernen Geräten.
Im Jahr 1912, also 8 Jahre nach der Gründung, wurde auch eine eigene Vereinsfahne angeschafft. Sie kostete damals den sagenhaften Preis von 650,- Goldmark. Diese Fahne wurde nach dem ersten Weltkrieg von den Unterrather Schützen als Schützenfahne umgearbeitet, da der Verein kurzzeitig nicht wiederbelebt werden konnte. Jedoch gab es dann einen Nachfolgeverein von „GUT HEIL“, den Unterrather Turnverein. Ihm wurde die Fahne zurückgegeben und wieder umgearbeitet. Diese Fahne befindet sich noch heute im Besitz des TuS Düsseldorf - Nord.
Im Jahr 1923 wurde der Verein nach Errichtung einer Satzung vom 22.04.1923 als „Turn- und Sportvereinigung Düsseldorf Unterrath“ in das Vereinsregister eingetragen. Mitte des Jahres 1929 entschloss sich der Verein, auf einem gepachteten Gelände, das sich damals noch auf der Golzheimer Heide befand, eine eigene Turnhalle zu bauen: Von 1925 bis 1926 wurde in Eigenarbeit ein Heim mit einer Turnhalle 10 x 10 Meter errichtet.
1933 wurde der Verein von den Nazis aufgelöst. Im Vereinsregister vom 10.09.1935 steht folgender Eintrag: „Der Verein ist infolge Wegfalls sämtlicher Mitglieder untergegangen“. Gegen diesen Eintrag wurde bei der Wiedereinrichtung des Vereins unter dem Hinweis, dass der Verein aus politischen Gründen verboten wurde, Einspruch eingelegt (Schreiben vom 09.02.1946).
Bereits im Jahr 1947 wurden die ersten Pläne für die Erweiterung der Sportanlagen gefasst: Geplant wurde eine große Turnhalle 10 x 20 m mit einer großen Bühne, Umkleideräumen, Duschen, Toiletten und Kellerräume, ferner eine Vereinsgaststätte und Wohnungen für den Wirt und den Hausmeister. Dieses Vorhaben wurde im Wesentlichen 1958 abgeschlossen, wobei die Unterkellerung der Turnhalle jedoch erst im Jahr 1976 fertig gestellt wurde. Noch während der Arbeiten an der Turnhalle wurde im Jahr 1954 der Bau einer Rollschuhbahn geplant und begonnen. Der erste Teil der Rollschuhbahn, 20 x 20 m unter freiem Himmel, konnte am 04.09.1955 eingeweiht werden; sie wurde zunächst für Rollkunstlauf genutzt. Die Erweiterung mit Bau eines Leitstandes (1958), Zuschauertribünen und die Erweiterung auf 40 x 40 m für Rollhockey, alles noch unter freiem Himmel, konnte 1961 vollendet werden.
Mit der Erweiterung der Fußballabteilung wurde der Verein 1974 in TuS Düsseldorf – Nord umbenannt.
Weitere Baumaßnahmen waren der Bau von 5 Tennisplätzen (1972 bis 1986), diverse Bauten auf der vom Verein gemieteten Bezirkssportanlage am Ammerweg (seit 1974), Bau eines Schießstandes mit 10 Bahnen sowie die Überdachung der Rollsportbahn mit einem Zeltdach in 1985, Überdachung der Rollsportbahn mit einem festen Dach in 2003 und die Wärmeisolierung der Wände der Rollsportbahn in 2009.
Der Verein gliedert sich in einzelne Abteilungen, durch die der eigentliche Sportbetrieb organisiert wird. Diese Abteilungen finden Sie unter den einzelnen Knöpfen an der linken Seite. Schauen Sie doch einmal rein.